Miri Watson @miri.watson

Miri Watson

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Writing, community radio, feminism, anarchism, parenting, books and ridiculous loads of coffee ☕Ⓐ🌻💜🌈 // she/ her or sie/ ihr

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Schon wieder ein paar Tage der #feminismusfetzt -Challenge verpasst. Die Themen waren: "I have a dream", "Haare" und heute "Macht". Heute ist außerdem IDAHOBIT, der internationale Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie. Daher also ein Versuch, einiges davon zusammenzubringen: Die Gesellschaft, von der ich träume, ist eine Gesellschaft, in der Menschen keine Macht über andere Menschen haben. Weder individuell noch strukturell. Die Gesellschaft, in der wir leben, basiert allerdings darauf, dass manche viel Macht, einige ein bisschen Macht und viele keine Macht haben. Deutlich sichtbar wird das in dem, was wir als Gesellschaft unhinterfragt glauben (z.B. glauben sehr viele Leute, dass Frauen eben die sind, die Kinder bekommen können. Es wird dabei weder mitgedacht, dass es Männer und nichtbinäre Leute gibt, die Kinder austragen können, noch, dass es Frauen gibt, die das nicht können), in Diskriminierung (z.B. in Bezug auf Reproduktionsrechte von Leuten, die nicht in einer Cis-Hetero-Ehe leben) und in der Art, wie bestimmte Themen geframed werden (z.B. dass Frauenzeitschriften ihren Leser_innen immer Tipps geben, dem männlichen Blick zu gefallen á la "Welche Intimfrisuren Typen gut finden").
Das sind alles total random Beispiele, die ich genommen habe, weil sie mir als Erstes zu den Themen, die ich miteinander vermischen wollte, eingefallen sind. Sicher gibt es bessere, aber um die konkreten Beispiele geht es mir gar nicht. Viel wichtiger finde ich, dass Macht, die Menschen übereinander haben, nur dann abgebaut werden kann, wenn alle Menschen anfangen, zu reflektieren, an welchen Stellen sie von Macht profitieren. Das ist natürlich ein shitty job, denn wer mag schon gerne auf Macht verzichten? Aber ich glaube, ich hoffe, ich träume, dass die Welt für alle ein besserer Ort sein könnte, würden wir es zumindest alle versuchen.
P.S. Das Bild hab ich für das gestrige Thema "Haare" gemacht. Da wollte ich eigentlich noch etwas ganz anderes schreiben.
#idahobit #dieschlachtumdiemacht #keinemachtfürniemand #haare #instafeminismus

Schon wieder ein paar Tage der #feminismusfetzt -Challenge verpasst. Die ...

Gestern und vorgestern hab ich's nicht geschafft, was zur #feminismusfetzt -Challenge von @filmloewin zu posten, einerseits aus Mangel an Zeit und andererseits aus Mangel an passenden Bildern. Den Text für das Thema "my body, my choice" am Sonntag hatte ich aber schon geschrieben, also hier der Nachtrag:
Wie kann es sein, dass erst vor wenigen Tagen im US-Bundesstaat Georgia beschlossen wurde, das Recht auf Abtreibung aufs Massivste einzuschränken (so wie es in Kentucky, Ohio und Missisipi bereits passiert ist und in Alabama in sogar noch restriktiverer Form gerade diskutiert wird) und wir hierzulande statt darüber zu reden immer noch darüber diskutieren, ob Musliminnen selbst in der Lage sind, zu entscheiden, ob sie ein Kopftuch tragen wollen oder nicht? @wirbleibenlaut Nochmal für alle zum Mitschreiben: Es ist die Entscheidung jeder_jedes Einzelnen was mit ihrem_seinen Körper passiert - ob im Uterus oder auf dem Kopf!
(Und - um das gestrige Motto auch noch mit aufzugreifen: Bildet Banden und wehrt Euch dagegen!)

Gestern und vorgestern hab ich's nicht geschafft, was zur #feminismusfetzt ...

Mich für ein Lieblingsbuch zu entscheiden ist immer schwer, aber das hier wollte ich Euch eh noch empfehlen: "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie ist ein sanfter, wortgewaltiger, starker Roman über häusliche Gewalt. Es ist das Debüt der mittlerweile vielfach prämierten nigerianischen Autorin und Feministin Adichie und er hat mich noch Wochen, nachdem ich ihn beendet hatte, nicht losgelassen.
(Andere Lieblingsbücher hab ich aber auch aufs Bild geschmuggelt!)
#feminismusfetzt @filmloewin #vielfaltdurchlesen #bookstagram #bluehibiscus #blauerhibiskus #chimamandangoziadichie

Mich für ein Lieblingsbuch zu entscheiden ist immer schwer, aber ...

photo_library Ganz klar ist, dass es ein Versehen war, aber welche Ausmaße dieses Versehen annehmen würde, konnte ich nicht ahnen, als ich 16 und mir selbst die größte Feindin war. Es war Morgen und ich saß an dem niedrigen Tisch meines Vaters, als ich das Folgende dachte: "Ich liebe mich".
Wahrscheinlich war es mein schlaftrunkener, verkaterter Kopf, der irrtümlich "Hass" und "Liebe" verwechselte, aber mein Rücken wurde ganz warm bei diesem Gedanken und ich verstand nicht, wie ein Satz, der doch offensichtlich falsch war, meine Schultern dazu bringen konnte, sich zu recken.
Probeweise habe ich diesen Satz hinterher immer wieder einmal gedacht, aber abgenommen habe ich es mir dann nicht mehr. All das was zu viel, zu sehr an mir war, all die Makel und Merkwürdigkeiten. All das, was zu Korrigieren wäre, all das, was nicht optimierbar war.
Anstatt mich selbst zu lieben habe ich wahllos Offerten angenommen, um ja nicht unhöflich oder undankbar zu erscheinen. Die Hässliche, die will doch niemand.
Anstatt auf Schönheitsnormen zu pfeifen, habe ich mich klein gemacht und hinter meinem hässlichen Gesicht versteckt. Es ist besser Outlaw, als Ausgegrenzte zu sein.
Inzwischen weiß ich, dass ich mich schön finden darf; inzwischen weiß ich, dass Schönheit ein zerstörerisches Konstrukt ist. Ein "ich liebe mich" nehme ich mir noch immer nicht ab, aber manchmal ein "hey, du siehst gut aus", an den Spiegel gewandt. #feminismusfetzt @filmloewin #wasistschön #deconstructbeautystandards
(Swipe um mein kritisches Duckface bei der Selfieproduktion zu sehen! 😅)

Ganz klar ist, dass es ein Versehen war, aber welche ...

Eine olle Konservenbüchse mit rosa, blauen, weißen Bändeln als Symbolbild für das heutige Thema "Gender" der Feminismus-Challenge #feminismusfetzt von @filmloewin .
Let's talk about gender, baby! Deutschsprachig ein Kind relativ genderneutral zu begleiten finde ich schon allein wegen der Pronomen gar nicht mal so einfach. Mein Kind ist #assignedfemaleatbirth und in Folge haben wir Eltern (und alle anderen) die Pronomen "sie/ ihr" benutzt, bevor das Kind uns überhaupt sagen konnte, ob es sich wohl fühlt damit. Sicher gibt es elegantere Lösungen, mir war damals keine deutschsprachige bekannt (und auch jetzt eigentlich nicht - also her mit Tipps!). Insgesamt hab ich versucht, Pronomen eher zu vermeiden und ich hab das Kind nie "Mädchen" oder "Tochter" genannt, bis es mir vor einigen Monaten sagte, dass es ein Mädchen ist, dass ihr das wichtig ist. 
Was das jetzt aussagt, frage ich mich. Klar, ich kann jetzt die Pronomen "sie/ ihr" durch sie legitimiert benutzen. Aber was ändert sich sonst, wenn ich jetzt weiß, dass mein Kind ein Mädchen ist? Ich muss sie stärken und darauf vorbereiten, dass es scheiße sein kann, als Mädchen oder Frau in einer patriarchalen Gesellschaft zu leben. Wenn sie trans wäre, dann müsste ich sie stärken und darauf vorbereiten, dass es scheiße sein kann, als Person, die trans ist, in einer patriarchalen Gesellschaft aufzuwachsen.
Muss ich gezielt das Lautsein, das Wildsein, das Aufbegehren fördern, um gesellschaftlichen Erwartungen entgegenzuwirken? Ich glaube nicht. Mein Kind ist, wie es ist. Es ist gut, wie es ist. Mit der aktuellen Vorliebe für rosa und Tanzkleider (außer beim Klettern, denn da bleiben Tanzkleider überall hängen) und einer großen Liebe zum Quatschmachen.
Ich kann ihr zeigen, dass es großartige und starke Mädchen und Frauen gibt, kann ihr beibringen, dass nicht alle Leute Mädchen oder Jungs, Frauen oder Männer, Mamas oder Papas sind und versuchen, mit ihr zu erörtern, dass diese Kategorien eh ganz schön wilkürlich sind und dann kann ich einfach nur hoffen, dass es ihr gut gehen wird.
#smashbinaries #smashthebinary #gender #genderneutralparenting #gendercreativeparenting

Eine olle Konservenbüchse mit rosa, blauen, weißen Bändeln als Symbolbild ...

Happy back to university day to me! Das kommende Semester wird anstrengend bei mir, aber auch super interessant. Vermutlich und wenn alles glatt läuft wird das mein letztes Semester mit Veranstaltungen und dann hab ich nur noch die Bachelor-Arbeit. Mit 27 hab ich dann den Bachelor, andere promovieren da schon 🙈 Und mehr habe ich gerade nicht zu sagen (nur eine Frage: wie würdet Ihr "back to university day" schreiben? Mit Bindestrichen? Mit Anführungszeichen?)

Happy back to university day to me! Das kommende Semester ...

photo_library Okay, okay, ich erzähle niemandem etwas Neues, wenn ich sage, dass Liv Strömquist so cool ist, aber MEINE FRESSE, SIE IST SO SUPER COOL! 😰😭😍 Eigentlich wollte ich hier jetzt erstmal als nächstes unsere favorisierten Kinderbücher vorstellen, aber dann konnte ich das gestern spontan lesen und ich glaube, wenn Liv Strömquist jede Woche ein neues Comic rausbrächte, ich wäre der ausgeglichenste und glücklichste Mensch aller Zeiten. Sie verpackt so viel Wahrheit so lustig und auch so, dass es weh tut. Dieses Buch war angekündigt als Geschichtsschreibung aus Frauenperspektive, aber es rechnet auch mit Moralvorstellungen zu Zweierbeziehungen und dem Kapitalismus generell ab. Featuring: Die Hure Babylon und Voltairine de Clayre ❤
#werbung obwohl Empfehlung aus tiefstem Herzen.
#bookstagram #books #vielfaltdurchlesen #herstory #livströmquist #imeverywoman

Okay, okay, ich erzähle niemandem etwas Neues, wenn ich sage, ...

Durch dieses Profile-in-der-Story-vorstellen-Dings kamen über's Wochenende einige neue Leute hier her - das ist sehr cool, hallo. Und weil ich schon immer nach einem passenden Anlass für sowas gesucht habe, haue ich Euch jetzt zehn random Fakten um die Ohren:
1. In den Jahren vor und nach der Geburt des Kindes wurde ich immer häuslicher, unpolitischer und unglücklicher. Irgendwann haben wir dann 'ne Kurskorrektur vorgenommen. Seit wir in der WG wohnen & ich wieder mehr Politkrams mache, fühle ich mich endlich wieder viel mehr wie ich selber! ❤🌈
2. Ich gehöre zu den Menschen, die immer schon einen festen Plan hatten. Die ersten Jahre meines Lebens war ich fest davon überzeugt, dass ich Zirkusartistin werden will, bis ich mit sieben oder acht den Geistesblitz hatte, dass ich erfolgreiche Autorin werden muss. Daran arbeite ich sozusagen seitdem und geschwankt habe ich nie.
3. In der gymnasialen Oberstufe war es mein nobelstes Ziel, bei der Abibuch-Umfrage in den Kategorien "Hat am meisten Sex" und "Denkt, sie hätte am meisten Sex" ganz vorne zu sein. Bei "Denkt, sie hätte am meisten Sex" hat's leider nur für den 3. Platz gereicht, dafür aber eine Erstplatzierung bei "Ist der größte Koffein-Junkie" und bei "Wird als erstes ungewollt schwanger". Tja, was soll ich sagen? 😂 (Beweis gibt's gleich in den Stories!)
4. Ich lebe am Stadtrand direkt am Wald. Und obwohl im-Wald-sein mich immens glücklich und ausgeglichen macht, schaffe ich es im Alltag viel zu selten, in den Wald zu gehen. Das Kind präferiert leider Spielplätze.
5. Die Stadt, in der ich geboren wurde, hab ich nie verlassen. Also verlassen klar schon, aber ich hab immer hier gewohnt. Das wurmt mich sehr, hat aber auch immense Vorteile wie einen festen Freund_innen-Kreis und extremes Insiderwissen. Bei der Lokalzeitung, für die ich schreibe, bin ich jetzt schon mein halbes Leben (ich kam mit 13 über die Jugendredaktion), bei dem Freien Radio, bei dem ich mitmache, sogar schon länger. Außerdem können das Kind und ich jetzt jeden Sommer zum gleichen Eiswagen rennen, zu dem ich als Kind schon immer gerannt bin. Jeden Tag! 🍦
6. Ich schreib immer zu viel, daher geht's in den Kommentaren weiter 😂💃

Durch dieses Profile-in-der-Story-vorstellen-Dings kamen über's Wochenende einige neue Leute hier ...

"Entschuldigung, ich konnte die Deadline für die Abgabe nicht einhalten, denn die Sonne kam raus und dann ist auch noch das Kind auf meinem Bauch eingeschlafen und manchmal gibt es kein schöneres Gefühl als das."
#studierenmitkind #studierenmitsonne

"Entschuldigung, ich konnte die Deadline für die Abgabe nicht einhalten, ...

photo_library Okay, pünktlich zur #leipzigerbuchmesse auch an dieser Stelle ein extrem verfrühter Werbeblock: Am 19. Dezember diesen Jahres kommt mein erster Roman "Meer ohne Mo" beim kleinen, sehr feinen Berliner Indie-Verlag #duotincta heraus. Das ist super aufregend und erfreulich für mich, weil ich finde, dass es ein ganz schön guter Roman geworden ist und Ihr dann auch die Möglichkeit habt, ihn zu lesen ☺ Wer vorbestellen mag, kann das ab jetzt machen, aber seid gewiss: Zu gegebener Zeit werde ich Euch auch nochmal daran erinnern 😉
#lbm2019 #readindie #indieliterature #literature #books #bookstagram

Okay, pünktlich zur #leipzigerbuchmesse auch an dieser Stelle ein extrem ...

photo_library Happy Frauenkampftag! 🍞🌹 Im vergangenen Jahr schrieb ich (auf meinem anderen Account), dass ich künftig am 8. März hier ein Bild von mir vor der Regenbogenflagge posten möchte, weil Frauenkampf immer auch der Kampf für die Rechte von queeren Menschen sein muss. Jetzt habe ich die Regenbogenflagge nicht dabei und keine Ahnung von der Szene hier, also einfach ein Bild von mir und meinem nicen Outfit. Kämpft nicht nur heute, sondern immer wenn ihr könnt! Und fellow white women: Kämpft nicht nur für Euch selbst, sondern bedenkt die Interessen von BIWoC und nonbinary-BIPoC in euren Kämpfen!
#achtermaerz #internationalwomensday #weltfrauentag #frauenkampftag #thefutureisintersectional #nodoesnotmeanconvinceme #nomeansno #yesmeansyes #brotundrosen

Happy Frauenkampftag! 🍞🌹 Im vergangenen Jahr schrieb ich (auf meinem ...

photo_library Die Botschaft hat auf meine Anfrage wegen eines Studierendenvisums geantwortet. "The process might take 21-45 days", schreiben sie und 21 bis 45 Tage, das ist nur etwas weniger als die Zeit, die das Semester hier noch dauert. "Es ist vorbei", sage ich leise und sehe dann die Mail meiner Uni, in der steht, dass ich am Ende wohl sowieso kein Visum bekäme. Ich lege das Telefon langsam auf den Tisch.
Am Mittag laufen wir ziellos durch die Stadt und ich bin aufgewühlt und zerstreut. Die jahrelange Planung, das Sparen, die Nächte mit Sorgen und Vorfreude im Bauch - für nichts. Als wir in einem Kebabshop auf unser Essen warten und das Kind quängelt, weil es hungrig ist, weine ich sogar kurz.
Etwas später denke ich: Eigentlich war das nicht Nichts. Ich hab mich getraut, das zu machen. Ich habe Leute kennengelernt, eine neue Uni gesehen, an spannenden Exkursionen teilgenommen, bin mit Kind gecouchsurft und war an so vielen tollen Plätzen in Israel, Palästina und Jordanien, habe unheimlich viel Hummus, Falafel und Knafa gegessen und ich habe noch so viel zu Israel und Palästina lernen können. Das Wichtigste aber: Ich traue mich ein bisschen mehr zu sprechen - während ich vor der Reise noch bei jeden "كيف حالك؟" nachdenken musste, wie ich antworten könnte, habe ich jetzt die Worte, um kleine Gespräche zu führen. Da kann ich doch drauf aufbauen.
Am Nachmittag besuchen wir die heißen Quellen von Ma'in. Der Fahrer erzählt viel zu der Geschichte der Gegend, durch die wir fahren und ich bin dankbar, auch so noch viel lernen zu können. Als ich in das 48 Grad heiße Thermalwasser eintauche, denke ich "ich bin jetzt hier", so wie ich es als Kind schon immer gedacht habe, wenn ich mir vergegenwärtigen wollte, dass ich an einem besonderen Ort bin und tatsächlich existiere. Ich sehe die Berge um mich, die durch die Luft flitzenden Vögel und den Dampf, der aus dem Wasser aufsteigt, spüre die Hitze an meinem ganzen Körper und den angenehm kühlen Wind in meinen Haaren, höre das Prasseln des Wasserfalls. Ich bin jetzt hier. Noch bin ich hier.
(Am Abend buche ich die Flüge).
#auslandssemester #auslandssemestermitkind #familienauslandssemester #palestine #israel #jordan #heimflug

Die Botschaft hat auf meine Anfrage wegen eines Studierendenvisums geantwortet. ...

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